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4. Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr

Datum: 18:00 - 08.09.2013

Wieder einmal stand das Highlight des Jahres in der Jugendfeuerwehr auf dem Plan. Der 24-Stunden Berufsfeuerwehrtag stellte die Jugendfeuerwehrgruppen „Feuerengel“ (Mädchengruppe) und „Feuerteufel“ (Gruppe bis 16 Jahre) sowie das Jugendrotkreuz des Ortsvereines Schkeuditz wieder einmal vor schwierige Aufgaben. Unterstützt wurden wir dieses Jahr mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) der Ortsfeuerwehr Glesien.

Der Dienstbeginn erfolgte um 08:00 Uhr mit der nun schon üblichen Einweisung und die Einteilung und Einweisung auf die Fahrzeuge. Nachdem die Fahrzeuge übernommen wurden und die dazugehörige Einsatztechnik überprüft worden war, wartete auch schon das Frühstück. Dies wehrte doch nicht lange, zumindest für das Jugendrotkreuz. Aus den Lautsprechern war gegen 08:30 Uhr der Alarmgong sowie die Durchsage „Person mit Kreislaufproblemen AOK Geschäftsstelle am Rathausplatz“ zu hören. Umgehend machte sich das Jugendrotkreuz auf den Weg zum Patienten. Nach Ankunft wurde der Person versorgt und ins Krankenhaus verbracht.

Die Drehleiter wurde zwischenzeitlich zu einem reellen Einsatz, den Einhundertsten in diesem Jahr, alarmiert. Nähere Informationen zu diesem Einsatz finden Sie hier.

Auch für die Jugendfeuerwehr war nicht viel Zeit für das Frühstück. Gegen dreiviertel neun wurden das Löschgruppenfahrzeug 20/16, der Rüstwagen 2 und das TSF-W zum Bauhof des Technischen Service Schkeuditz alarmiert. Dort stand die theoretische und praktische Ausbildung "Technische Hilfeleistung: Heben von Lasten" auf dem Dienstplan. Vor Ort wurden die verschieden Mittel und Methoden vorgestellt sowie praktisch ausprobiert, wie eine eingeklemmte Personen befreit werden könnte.

Nachdem die Übung der Jugendfeuerwehr beendet war, ging es für die angehende Brandbekämpferinnen und Brandbekämpfer wieder in Richtung Wache. Doch bis dahin kamen sie nicht. Über Funk wurden sie gemeinsam mit dem Jugendrotkreuz und dem Einsatzleitwagen zu einem Verkehrsunfall auf den Roßberg alarmiert. Vor Ort waren zwei PKW und ein Radfahrer in einen Unfall verwickelt. Ein PKW begann nach dem Verkehrsunfall zu brennen. Die beteiligte Radfahrerin war unter dem zweiten PKW, der auf der Seite lag, eingeklemmt. Nach Ankunft versorgte das Jugendrotkreuz die verletzten Personen. Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges begann unter Atemschutz mit der Brandbekämpfung des in Brand geratenen PKW. Die Besatzung des TSF-W bereitete gemeinsam mit der Besatzung des Rüstwagens die Rettung der einklemmten Person vor. Nach Versorgung dieser durch das Jugendrotkreuz wurde in Rücksprache mit dem Heben des Fahrzeuges begonnen und die Person befreit. Die verunfallten Personen wurden alle durch das Jugendrotkreuz anschließend in umliegende Krankenhäuser verbracht. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die Polizei übergeben.

Kaum waren die Fahrzeuge im Gerätehaus wieder vollständig einsatzbereit, ertönte erneut der Alarmgong. Der Rüstwagen sowie das TSF-W wurden auf einen Feldweg in den Stadtteil Papitz zu einem festgefahrenen Transporter alarmiert. Nach Ankunft wurde dieser mit der Seilwinde des Rüstwagens aus seiner misslichen Lage befreit.

Kaum war die Alarmierung der Jugendfeuerwehr durch, ertönte noch einmal der Alarmgong. Für das Jugendrotkreuz ging es zu einer Gartenanlage in die Landwehrstraße. Dort hatten sich zwei Personen beim Grillen Verbrennungen zugezogen. Nach Ankunft wurden diese versorgt und anschließend in eine Spezialklinik für Verbrennungen eingeliefert.

Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges 20/16 war schon auf dem Weg zum Mittag als diese durch eine Alarmierung unterbrochen wurden. Auf dem Alarmausdruck war zu lesen „Hans-Wittwer-Straße PKW verliert Öl“. Nach Ankunft war ein PKW mit aufgerissener Ölwanne festgestellt worden. Die auslaufenden Betriebsmittel wurden abgebunden und die Einsatzstelle anschließend an die Polizei übergeben.

Auch die Besatzung des TSF-W kam nicht pünktlich zu ihrem wohlverdienten Mittag. Sie wurde zu einem Papierkorbbrand am Tennisplatz in Schkeuditz alarmiert. Mittels Schnellangriff wurde dieser abgelöscht.

Nachdem die Besatzung des Rüstwagens, des Löschgruppenfahrzeuges, sowie das Jugendrotkreuz zum wohlverdienten Mittag übergingen, konnte nun nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft auch die Besatzung des TSF-W dazu stoßen.

Nach dem Mittag konnten sich die Jugendlichen wie bei einer echten Berufsfeuerwehr freizeitlich beschäftigen.

Gegen 14:00 Uhr war die Mittagsruhe beendet. Das Löschgruppenfahrzeug 20/16 sowie das Jugendrotkreuz wurden zu einer hilflosen Person in einer Wohnung Am Kalten Born alarmiert. Nach Ankunft wurde eine bewusstlose Person im Wohnzimmer gesichtet. Ein Zugang zur Wohnung konnte durch ein angekipptes Fenster geschaffen und die Person an den Rettungsdienst übergeben werden. Nach rund 30 Minuten war der Einsatz abgearbeitet.

Gegen 14:45 Uhr wurden das Löschgruppenfahrzeug 20/16 und TSF-W zu einem unklaren Feuerschein in die Triniusstraße alarmiert. Nach Ankunft wurde festgestellt, dass ein größerer Holzhaufen brennt. Mit zwei Rohren wurde der Brand unter Atemschutz abgelöscht.

Parallel zu diesem Einsatz wurde das Jugendrotkreuz zu einem Notfalleinsatz alarmiert. Laut Alarmierung kam es bei einer Person zu einer Vergiftung mit Chlorreiniger. Nach Ankunft wurde der Patient versorgt und in eine Klinik verbracht.

Um ca. 15:30 Uhr wurde das TSF-W dann zu einem unbeaufsichtigten Lagerfeuer in die Rosa-Luxemburg-Straße alarmiert. Nach Ankunft ging ein Trupp zur Brandbekämpfung mittels Schnellangriff vor. Kurze Zeit später konnte der Leitstelle „Feuer aus“ gemeldet werden.

Die Kaffeepause mit leckeren Kuchen ließ auch nicht mehr lange auf sich warten. Glücklicherweise kam es in dieser Zeit zu keinem Einsatz.

Gegen 16:30 Uhr ging in der Leitstelle ein Notruf vom Schladitzer See ein. Dort sollte ein herrenloses Boot auf dem See entdeckt worden sein. Sofort sandte die Leitstelle das Löschgruppenfahrzeug 20/16, das TSF-W, den Rüstwagen, den Einsatzleitwagen sowie das Jugendrotkreuz zur Einsatzstelle. Nach Ankunft bekam der Einsatzleiter von Passanten eine erste Lage. Es handelte sich um drei Personen. Zwei wären wohl noch im Boot, die dritte wäre ans Ufer geschwommen um Hilfe zu holen, ist seitdem aber nicht mehr gesehen worden. Das Jugendrotkreuz und die Jugendfeuerwehr teilten sich in drei Gruppen auf. Zwei begannen mit der Suche am Ufer und die dritte bereitete das Schlauchboot vor, um das manövrierunfähige Boot ans Land zu holen. Nachdem das manövrierunfähig Boot erreicht wurde, konnte bereits die Lage, dass die zwei Personen im Boot bewusstlos sind, an das Jugendrotkreuz durchgegeben werden. Nachdem das Boot mit den bewusstlosen Personen an Land war, wurden diese sofort durch das Jugendrotkreuz versorgt. Nach gut zwanzig Minuten wurde auch die dritte Person am Ufer gesichtet. Diese hatte sich eine Unterkühlung zugezogen und wurde ebenso durch das Jugendrotkreuz versorgt. Nachdem alle Patienten stabilisiert waren, wurden diese in verschiedene Krankenhäuser verbracht. Nachdem der Einsatz abgearbeitet war, konnten die Fahrzeuge samt Mannschaft wieder ins Gerätehaus einrücken, wo auch schon das Abendessen wartete.

Es dauerte keine 5 Minuten nach dem Abendessen, da wurde das Jugendrotkreuz zu einem Suizidversuch an das Bürgeramt gerufen. Nach kurzer Anfahrt wurde die Person schnell gefunden. Nach kurzer Versorgung wurde der Patient ins Krankenhaus verbracht.

Nachdem etwas Ruhe für die Feuerwehr eingekehrt war, ertönte gegen 19:30 Uhr der Alarmgong. Durch die Lautsprecher war zu vernehmen „Ölspur Plattenweg Altscherbitz“. Alarmiert wurden das TSF-W, Löschgruppenfahrzeug 20/16 und der Einsatzleitwagen. Nach Ankunft wurde die ca. 300 Meter lange Ölspur von zwei Seiten durch die einzelnen Besatzungen beseitigt. Rund 30 Minuten dauerte der Einsatz.

Gegen halb neun kam es zu einem Barackenbrand an der Kapstraße in Richtung Dölzig. Die Leitstelle alarmierte die Drehleiter, das Löschgruppenfahrzeug 20/16, das TSF-W, der Einsatzleitwagen und das Jugendrotkreuz. Schon auf Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Nach Ankunft wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Anschließend wurde mit zwei Rohren die Brandbekämpfung begonnen. Des Weiteren wurde kontrolliert, ob sich Personen im Gebäude befinden. Dies war zum Glück nicht der Fall. Nach rund 45 Minuten konnte an die Leitstelle „Feuer aus“ gemeldet werden. Mittels Wärmebildkamera wurde das Brandobjekt auf weitere Glutnester kontrolliert und anschließend eine Restablöschung durchgeführt. Danach wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.

Nachdem alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit im Gerätehaus standen, war die Schlafenszeit für die Jugendlichen herangerückt.

Glücklicherweise verblieb die Nacht für die angehenden Einsatzkräfte ruhig.

Der nächste Tag begann schon früh am Morgen. Um kurz nach 06:00 Uhr alarmierte die Leitstelle das Jugendrotkreuz zu einer verletzten Person in den Stadtteil Modelwitz. Nach Ankunft musste ein größerer Fußmarsch zurückgelegt werden, um zur verletzten Person vorzudringen. Nachdem der Patient erreicht war, wurde festgestellt dass diese nicht gehfähig ist. Das Jugendrotkreuz entschied daraufhin die Feuerwehr zur Unterstützung nachzufordern. Bis zum Eintreffen des Löschgruppenfahrzeuges 20/16 wurde der Patient versorgt und anschließend in den Rettungswagen verbracht, der ihn später in ein Krankenhaus einlieferte.

Auch die Besatzung des TSF-W konnte nicht länger schlafen. Gegen viertel sieben wurden diese zu einem vermeintlichen Feldbrand auf den Roßberg alarmiert. Nach längerer Suche konnte kein Brand festgestellt werden und der Einsatz wurde in Rücksprache mit der Leitstelle abgebrochen.

Während der Herstellung der Einsatzbereitschaft aller Fahrzeuge zog auch schon der Geruch von frisch gebackenen Brötchen durch die Feuerwache. Das Küchenpersonal hatte inzwischen das Frühstück bereitgestellt, was schon sehnsüchtig von den angehenden Einsatzkräften erwartet wurde.

Um 08:00 Uhr neigte sich der diesjährige Berufsfeuerwehrtag dem Ende entgegen. Nachdem die Schlaflager beräumt wurden und alle Sachen zusammengepackt waren, bekam jedes Kind eine Teilnahmeurkunde und ging erschöpft, aber dennoch mit einem strahlendem Gesicht nach Hause.

Wir möchten nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle Einsatzszenarien nachgespielt wurden und es sich nicht um reale verletzte Personen handelte. Bei den Atemschutzgeräten handelte es sich um Atemschutzattrappen!

Ein Dank gilt den ganzen Sponsoren, die den 4. Berufsfeuerwehrtag in Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz möglich gemacht haben.


Sponsoren:

Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Nordsachsen
Deutsches Rotes Kreuz
Topcar Schkeuditz
Technischer Service Schkeuditz
Große Kreisstadt Schkeuditz
Ortsfeuerwehr Radefeld
Familie John-Horenburg aus der Rosa-Luxemburg-Straße Schkeuditz
Familie Töpfer - Am Kalten Born Schkeuditz
Biedermeier Strandverein Hayna (Philipp Sawatzke)
Tischlerei Kaiser


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Artikel verfasst am 18:00 - 08.09.2013 von Kurt Schmieder
zuletzt geändert am 01:21 - 24.10.2013 von Kurt Schmieder

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